Verkürzt Nasenspray die Erkältung? HANSON-Studie ist angelaufen

Nasenspray HANSON AI

Erkältungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen. Fast jede und jeder Erwachsene ist mehrmals im Jahr betroffen. Meist sind die Beschwerden zwar harmlos, können aber den Alltag deutlich beeinträchtigen – Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit führen häufig zu Krankschreibungen. Die neue Studie HANSON (Hypertonisches Kochsalz-Nasenspray bei Atemwegsinfektionen) geht einer einfachen, aber sehr wichtigen Frage nach: Wirkt ein Nasenspray bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten?

Worum geht es genau?
Untersucht wird ein sogenanntes hypertonisches Kochsalz-Nasenspray. Dieses enthält eine etwas höhere Salzkonzentration als herkömmliche Nasensprays und soll dabei helfen, die Schleimhäute zu befeuchten und Krankheitserreger schneller zu entfernen. Die zentrale Frage der Studie lautet: Wird die Krankheitsdauer durch Anwendung des Nasensprays verkürzt?

Wer nimmt an der Studie teil?
An der Studie beteiligen sich deutschlandweit rund 200 Hausarztpraxen mit insgesamt etwa 3.840 erwachsenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Zu Beginn sind alle gesund, haben aber entweder:
• in den letzten zwölf Monaten mindestens zwei Erkältungen gehabt
oder
• ein erhöhtes Risiko für schwerere Atemwegsinfektionen (z. B. durch Vorerkrankungen).
Die Teilnehmenden werden über ein Jahr hinweg begleitet.

Wie läuft die Studie ab?
Die teilnehmenden Praxen werden per Zufall in drei Gruppen eingeteilt. In zwei Gruppen erfolgt zusätzlich zur üblichen Versorgung die Anwendung eines kochsalzhaltigen Nasensprays nach unterschiedlichem Schema. Die Kontrollgruppe erhält die übliche Versorgung. Alle Teilnehmenden erhalten im Rahmen der üblichen hausärztlichen Beratung zudem Informationen, wie sie mit Erkältungssymptomen umgehen können und wann ein Arztbesuch hilfreich ist.

Was wird untersucht und warum ist die Studie wichtig?
Das wichtigste Ziel der Studie ist herauszufinden, ob sich die Anzahl der Krankheitstage durch das Nasenspray verringern lässt. Darüber hinaus werden weitere Aspekte betrachtet, zum Beispiel die Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, Produktivität und die krankheitsbezogene Lebensqualität. Auch der Einsatz von Medikamenten (Antibiotika und rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke) wird untersucht.
Zusätzlich wird berechnet, ob durch den Einsatz des Nasensprays möglicherweise Kosten im Gesundheitssystem eingespart werden können. Gleichzeitig wird geprüft, wie gut sich die Anwendung im Alltag umsetzen lässt und welche Erfahrungen Patientinnen und Patienten damit machen. Das Ziel: praktische, alltagstaugliche Empfehlungen für die Behandlung von Erkältungen – direkt aus der Hausarztpraxis.

Erfahren Sie HIER noch mehr zu HANSON