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Aspekte der IT-Infrastruktur der Initiative DEGAM-ForNet auf dem Jahreskongress 2026

Reutlingen NEU

Vom 30. September bis 2. Oktober 2026 fand in Göttingen der Kongress “Gesundheit gestalten” als gemeinsamer Jahreskongress von DEGAM, DGSMP, DGMS und EbM-Netzwerk statt. Auch aus Reutlingen reisten zwei Vertreter:innen der Koordinierungsstelle für die Initiative Deutscher Forschungspraxennetze (DEGAM-ForNet) an. Neben interessanten Keynotes, spannenden Symposien und regem Austausch auf und rund um die Industrieausstellung wurden Vorträge zur IT-Infrastruktur der Initiative DEGAM-ForNet gehalten.

Regulatorische Herausforderungen beim Aufbau von Forschungsinfrastruktur

Sandra Wickner, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Reutlingen – Fakultät Informatik und Teil der Koordinierungsstelle der Initiative DEGAM-ForNet, berichtete  in der Session “Forschung in und mit hausärztlichen Praxen” über regulatorische Herausforderungen beim deutschlandweiten Einsatz einer IT-Infrastruktur für Forschung im hausärztlichen Setting. Das Thema stieß auf großes Interesse und es entspann sich eine Diskussion um Möglichkeiten, zur Bewältigung der regulatorischen Herausforderungen vor allem im Bereich des Datenschutzes. Ein wichtiges Fazit zeigte sich, dass eine frühzeitige Abstimmung zwischen allen Projektbeteiligten (Institute, Justiziariate, Datenschutzbeauftragte, Verwaltungen, Praxen) wesentlich  und die Standardisierung von Verträgen und Prozessen erstrebenswert ist.

Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung/Digitalisierung

In der Session “Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung/Digitalisierung“ referierte Patrick Schmutz, akademischer Mitarbeiter an der Hochschule Reutlingen und Teil der Initiative DEGAM-ForNet, über die verteilte Softwareinstallation zur Vernetzung hausärztlicher Praxen im Rahmen der Bereitstellung der IT-Infrastruktur der Initiative DEGAM-ForNet. In seinem One-Slide-Five-Minutes-Vortrag zeigte er auf, wie der Prozess der Softwareinstallation des Praxis-Studien-Managers in bisherigen Projekten umgesetzt wurde und wie dieser nun für die verteilte Installation in über 500 geplanten Praxen in fünf parallellaufenden Studienprojekten optimiert wird.

Routinedatenerhebung und –nutzung im Blick

Zudem betrachtete Sandra Wickner in der Session “Digitalisierung und hausärztliche Praxis” die Routinedatenerhebung und –nutzung in den bisherigen Projekten in Reutlingen und evaluierte, wie im Rahmen der Projekte in der Initiative DEGAM-ForNet ein generischer Ansatz für die sekundäre Nutzung von Routinedaten aus Praxisverwaltungssystemen für die Forschung entwickelt werden kann. Das Ziel ist, dabei keine Parallelstrukturen zu entwickeln, indem eine Abstimmung mit Herstellern erfolgt und sich aktiv an der Gestaltung von Schnittstellenstandards beteiligt wird. Nach dem Vortrag wurden bereits erste Ideen ausgetauscht.