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Liebe Forschungsinteressierte, liebe Kolleginnen und Kollegen,
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im Frühjahr 2026 sind nun fünf BMFTR-geförderte Projekte unter Beteiligung von 21 allgemeinmedizinischen Standorten gestartet. Damit bauen wir weiter am nachhaltigen Fundament für eine datengestützte, vernetzte und praxisnahe Forschung „aus der Praxis, für die Praxis“.
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Sprecherin der Initiative Deutscher Forschungspraxennetze DEGAM-ForNet
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FORSCHUNGSAKTIVITÄTEN 2025
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Welche Forschungsaktivität gab es 2025 in der Initiative DEGAM-ForNet?
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Die nachfolgenden Kennzahlen liefern einen kompakten Überblick. Die Forschungsvernetzung zwischen den allgemeinmedizinischen Universitätsstandorten hat sich in den vergangenen Jahren substantiell intensiviert und strukturell gefestigt. Eine maßgebliche Anzahl von Praxen ist bereits nach dem Research Ready-Konzept „forschungsfit“, Mitarbeitende in den hausärztlichen Praxen sind qualifiziert, zahlreiche multizentrische Studien unterschiedlicher Methodiken wurden durchgeführt. Diese Entwicklung schafft eine wesentliche Grundlage für die weitere Stärkung der allgemeinmedizinischen Forschung.
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Mit HANSON, SCOPE-D und Target AF sind drei weitere BMFTR-geförderte Projekte angelaufen, die sich Kernfragen des hausärztlichen Praxisalltags widmen: von Verkürzung von Atemwegsinfekten, über digitale Versorgungsansätze bei Depressionen, bis hin zu kardiovaskulärer Früherkennung. Gleichzeitig wird in diesen multizentrischen Projekten mit Einbindung von insgesamt 21 Standorten die IT-Infrastruktur der Initiative DEGAM-ForNet im Live-Betrieb getestet und weiterentwickelt.
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„In der HANSON Studie untersuchen wir, ob die frühzeitige Anwendung einer hypertonischen Kochsalzlösung als Nasenspray bei Erwachsenen mit Atemwegsinfektionen die Krankheitsdauer verkürzt. Eine praxisnahe Studie mit einer versorgungsrelevanten Fragestellung."
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Prof. Ildikó Gágyor, Foto: Angie Wolf
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Sie sind ein Klassiker in der hausärztlichen Versorgung: Atemwegsinfekte. Mit der Forschungsfrage "Verkürzt die frühe Anwendung von hypertonischem kochsalzhaltigem Nasenspray die Krankheitsdauer?" startete das HANSON Projekt im April 2026. Deutschlandweit wird diese dreiarmige, cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit 13 Instituten für Allgemeinmedizin, 200 Praxen und knapp 4000 Patientinnen und Patienten durchgeführt. Verantwortlich zeichnet sich Prof. Ildiko Gágyor aus dem konsotialführenden Standort Würzburg.
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Prof. Nils Schneider und PD Dr. Kambiz Afshar, Foto: DEGAM/Antje Boysen
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„Unser Ziel ist, evidenzbasierte Versorgung und digitale Unterstützung patientengerecht zu verbinden, um Menschen mit Depressionen wirksam, niedrigschwellig und praxisnah zu unterstützen."
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Verbessert die Integration des Online-Selbsthilfeprogramms "deprexis" die Versorgung von Menschen mit Depression? Mit dieser Kernfrage startete im April das Forschungsprojekt SCOPE-D. Ziel ist es, die Depressionsvorsorge in der hausärztlichen Praxis im Rahmen der psychosomatischen Grundversorgung mit Integration digitaler Therapieangebote weiterzuentwickeln. Die Leitung der cluster-randomisierten, kontrollierten Interventionsstudie übernimmt Prof. Nils Schneider zusammen mit PD Dr. Kambiz Afshar aus Hannover.
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„Trotz der hohen Schlaganfalllast durch unentdecktes Vorhofflimmern fehlt bisher die Evidenz für einen optimalen Screening-Ansatz in der Primärversorgung. Diese Lücke wollen wir mit Target AF schließen und die Grundlage für eine große, praxisverändernde Interventionsstudie zur Schlaganfallprävention legen."
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Prof. Eva Hummers, Foto: fsk photography
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Wie kann bei älteren Menschen mit Bluthochdruck Vorhofflimmern früher erkannt werden? Dieser Frage geht die im Mai gestartete Studie Target AF nach. In dieser randomisiert kontrollierten klinischen Studie, gefördert vom BMFTR, wird geprüft, ob bestimmte Blutwerte und Herzrhythmusmuster bei der Risikoprädikation helfen und wie sich ein regelmäßiges 7-Tage-EKG auf die Früherkennung von Vorhofflimmern auswirkt. Die Erkenntnisse sollen helfen, zukünftige Vorsorgeuntersuchungen gezielter einzustetzen.
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Einen Überblick über alle aktuellen BMFTR-geförderten Forschungsprojekte in der Initiative DEGAM-ForNet finden Sie hier:
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Ihr Team der Koordinierungsstelle für die Initiative DEGAM-ForNet
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